Kupplung Einblicke

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  Bereits voran wurde schon auf Reibbeläge und Stahlscheiben eingegangen
  Hier etwas mehr
  Serielle 4 Lamellen Pakete haben Dicke der Stahlscheiben 1,0 mm
  Serielle Reibbeläge haben Dicke ca. 3 mm
  Die 4 Lamellen Paket Dicke ergibt damit ca. 15 mm ( 4 Reibbeläge + 3 Stahlscheiben )
  Anbei muss man wissen das Tellerfedern ihre Kraft nur in einem engen Winkelbereich liefern
  Gröbere Abweichung von 15 mm Paketdicke führt zu veränderter Winkelstellung der Tellerfeder
  und damit zu abnehmende Federkraft
  Überspannte Tellerfedern erzeugen ebenso abnehmende Federkraft wie zu gering Gespannte
  Damit alles in Waage bleibt müssen also 15 mm Paketdicke eingehalten werden

  Aufrüstung auf 5 Lamellen ging deshalb mit einige Kompromisse einher 
  die Konstrukteure kennen und Käufer nicht wissen brauchen
  Gehen wir dennoch mal darauf ein
  Mit Erhöhung der Anzahl auf 5 mussten die Reibbeläge dünner werden
  Ebenso auch die Stahlscheiben
  Tuning Reibbeläge haben Dicke 2,5 mm. 5 x 2,5 mm ergibt 12,5 mm gesamt
  Bleiben noch 2,5 mm für die Dicke der Stahlscheiben
  Für 5 Lamellen werden 4 Stahlscheiben benötigt was je Stahlscheibe runde 0,6 mm übrig lässt
  So kam es das 5 Lamellen Sätze mit 0,6 mm Stahlscheiben bestückt werden
  Um eben die 15 mm Paketdicke einzuhalten
  Anmerkung:
  Aus Sicht Produktion ist 0,6er Material nicht gerade das gängigste Maß
  Dennoch musste es verwendet werden. Wo ein Wille da auch ein Weg

  Am Kupplungskern befindet sich eine Nut für einen Sicherungsring
  Die Position der Nut bestimmt welcher Platz für Paketdicke X zur Verfügung steht
  Setzt man diese Nut 3 mm weiter hinten an wird damit Platz für eine 6. Lamelle + Stahlscheibe
  geschaffen. 3 mm ist knapp am hinteren Ende weshalb es meißt 2 mm tun
  Damit wird die Tellerfeder etwas überdehnt was jedoch keinem wirklich auffällt
  Es bleibt genügend Kraft zur Übertragung

  Nachteilig ist das die innere Verzahnung als Führung der Federplatte geringere Überlappung hat

  Beim Kuppeln ist die Federplatte schnell am vorderen Ende der Verzahnung angelangt
  Wenn das bei der Montage zu knapp gestellt ist kann die Federplatte heraus fahren und Verkanten
  Auf die benannt simple einfache Art wurde es möglich 6 Lamellen zu nutzen
  Anbieter haben sich "den extremen Aufwand" sogleich gut bezahlen lassen
  Gleiches erreicht man auch ohne Nut Versetzen auf andere Weise
  Auch das wurde sogleich in gut Bezahlt verwandelt
  Was unterem Strich bleibt ist die Dicke der Reibbeläge und Stahlscheiben
  Eben diese Dicke aus dem 5 Lamellen Bau findet sich heute bis in alle verstreuten Unterarten
  über quasi alle Anbieter
  Sicherlich gut zu wissen wenn man sich fragt warum diese Dicken und keine anderen aufkamen

  0,6 mm hat geringere Dicke als 1,0 mm. Damit steigt für 0,6er die Anfälligkeit auf Hitzeverzug
  Solange Kupplungen nicht Rutschen oder dazu gezwungen werden hält sich Verzug in unbemerkten
  Grenzen. Mit Schlitzungen kann die Verzugneigung gedrosselt werden
  Natürlich gibts auch das für gute Bezahlung

  Nicht geändert hat sich damit die dünne Auflage in der Verzahnung
  Dickere Stahlscheiben stehen in dem Punkt besser
  Zur Ergänzung:
  Verzug bedeutet, das sich Stahlscheiben wölben. Wie eine Schüssel
  Hat Wölbung einmal eingesetzt ist sie nicht wieder Entfernbar
  Sie baut sich immer weiter auf und nährt sich selbst
  Beim Trennen der Kupplung federn diese Wölbungen nach und wirken selbst wie Federn
  zwischen den Reibbelägen. So lassen sich Kupplungen schlecht bis gar nicht mehr Trennen
  Sie schleifen nach. Der Trennpunkt wird Schwammig
  Der erforderliche Trennweg wird immer größer bis der Hebelweg am Griff nicht mehr ausreicht
  Jeder weitere Kuppelvorgang bringt neue Hitze in die Scheiben die sich damit noch mehr Wölben
  Schlitzungen sind quasi unterbrochene Pfade
  So ist es Stahlscheiben nicht möglich Verspannungen und Wölbung aufzubauen
  Zumindest nicht in den Durchmesser Bereichen in denen die Schlitze liegen
  Die verbleibenden Inseln möchten weiterhin Wölben, sind aber zu klein um eine Schüssel aufzubauen
  Nachteilig ist wenn zu viele Schlitze mitten in die Reibflächen gelegt sind
  Diese "Putzen" nämlich die Beläge ab und sorgen so für anderweitigen Verschleiß
  Ein gewisser "Sanftauflauf" hält Verschleiß im Griff. Frontal auflaufende Schlitze sind kein Sanftauflauf
  Manche Schlitzmuster sehen Imposant aus
  Sind aber aus technischen Verständnis nicht immer die beste Wahl
  Anmerkung: 
  Schlitze haben Mehrfachfunktion. Wölbung Unterbinden, Öl Zuführen, Abrieb Ausspülen
  Auch mit Wirkung auf Trenn und Grip Vorgang bei Kalt und Warmlauf
  Siehe Wintereinsatz in Kombination Ölsorte
  Es ist wie Handschrift oder Spuren lesen. Erkennbar welcher Antrieb zu Schlitzmuster X führte

  Wer es nur schon mal sagte ? Weniger ist mehr was hierzu ebenso gilt


  Durch die Rotation der Kupplung ist generell vorgegeben, das sich Öl vom Zentrum nach Außen
  bewegt. Es wird quasi geschleudert. Bei KW Drehzahl 10000 U/min arbeitet die Kupplung mit
  ca. 3000 U/min. Das ist ca. die Arbeitsdrehzahl von E-Motoren in Arbeits und Haushalt Maschinen
  Bei den Schleuderkräften ist es nicht möglich entgegen der Schleuderkraft Öl zu bewegen. Im Netz
  gibt es Angaben die das Gegenteil meinen und dazu auch Schlitze + Öffnungen präsentieren
  Es darf jedoch unter Ulk, nicht Verstanden verbucht werden
  Kupplungen erfassen Getriebeöl mit den äußeren Lamellenspitzen und schleudern es sogleich wieder
  außen weg. Es reicht gerademal um die Lamellen außen etwas zu Benetzen. In tiefere Schichten oder
  gar ins Zentrum kann auf diese Weise kein Öl gelangen. Entsprechend schwach fällt die
  Zentrumkühlung aus. Im Zentrum liegen Reib + Hitzeschwerpunkt. Dort müsste also Öl eigentlich hin.
  Bei Serienbelastung konnte auf besondere Ölzuführung verzichtet werden. Hierzu genügt etwas
  Benetzen außen + simple Schleuderkraft. Geringe Belastung, geringe Drehzahl
  Hierfür sind geschlossene Front und Rückseite der Kupplung ausreichend. Hinten geschlossene
  Stahlscheibe. Vorn geschlossener Federteller sind unüberwindliche Barrieren für Öl
  Bei Tuning reicht es jedoch nicht mehr. Besonders weil zu den 4 Serien Lamellen weitere hinzu
  kamen und diese zudem dünner sind. So ist die Ölmitnahme jeder einzelnen Lamelle verringert bei
  gleichzeitiger Steigerung der Reibflächen. Nur ein bewusst aktivierter innerer Ölkreislauf kann das
  Zentrum wirksam herunter kühlen, sogar schnell reagierend
  Das gelingt am Besten geradlinig ins Rotationszentrum, also in bzw. durch Front und Rückseite dicht
  entlang der Drehachse. Auf diese Weise arbeitet der Schleudereffekt positiv als Förderpumpe
  Ins Zentrum hinein, außen heraus und die Reibhitze geht mit weg
  Es bringt nichts Front und Rückseite geschlossen zu halten wie Serie
  Genau das aber zeigen viele Tuning Kupplungen. Tuning nicht so ganz Tuning
  Es bringt nichts Stahlscheiben mit Fenster und Schlitze zu versehen wenn diese erneut in
  geschlossener Front und Rückseite Dienst tun. 
  Solche Scheiben sehen gut aus aber im geschlossenen System ist die Wirkung Null
  Nadelgelagerte Druckplatten verschärfen das Problem und bilden eine zusätzlich davor gesetzte
  Schleuderwand. Selbst gelocht gelangt kein Öl ins Zentrum
      

Hier der Ölverlauf in einem Kreislauf System

Hinterer Zugang
Unterstützend hat der Kupplungskorb passende Öffnungen
Ebenso hat auch die Rückenplatte passende Öffnungen
Sie füllen den Raum innerhalb der Reibbeläge mit Öl
Die Rotation bzw. Schleuderkraft sorgt für Transport
Sie ist selbst die Pumpe die den Kreislauf antreibt
Je mehr Drehzahl, um so intensiver
Genau das richtige Mittel bei hoher Belastung
siehe Tuning und Rennsport

Hinweis:
Werden die Öffnungen Deckungsgleich gesetzt 
wird mehr Einspritztiefe ins Zentrum erzeugt, 

siehe im Bild

   
Bei fast allen Tuning Kupplungen am Massenmarkt ist kein Zentralzugang für Öl vorhanden
Rückenplatte und Primär sind geschlossen
In den Fällen sind Öffnungen in Stahlscheiben wirkungslos ohne Futter, siehe blaue Pfeile
Das Gleiche gilt für den vorderen Zentralzugang
   
Vorderer Zugang

Auch hierzu an passender Stelle passende Öffnungen
Ebenso auch im Federteller
Die dazu passend nadelgelagerte Druckplatte hat keine 
Einheits Scheibenform. Sie fängt Öl auf und lenkt es
vorm Federteller ins Zentrum. 
Der Federteller übernimt und gibt an die Lamellen ins Zentrum
weiter. Die Tellerfeder leistet hierzu einen Hilfsdienst
Am Außenumfang geschlossen und im Zentrum aufgefüllt
arbeitet sie als Auffanghilfe.

Mit einer üblichen nadelgelagerten Druckplatte, auch mit
Gelochten sind Öl Auffang und Ableitung schon außerhalb,
vor dem Kupplungspaket beendet. Weg schleudern, das wars
Zentrum bleibt trocken und muss dann natürlich Hitze ertragen

   
  Weil Kupplungen mit Zentral Öl Kreislauf geradezu gespült werden ist der Abrieb deutlich geringer.
  Auch muss kein Glühwölben mit Sonderschlitzung in Stahlscheiben entgegen gewirkt werden 
  weil die Temperatur deutlich geringer bleibt. 
  Jede einzelne Baugruppe genießt den Vorteil der Ölspülung
  Von Serie daher gebracht sind Rückenplatte und vorn Federteller aus Stahl
  Bei den Glühanfälligkeiten des Serien Systems war Stahl angebracht zumal billig
  Für Tuning darf man den Schritt wagen leichteres Material mit noch besserer Ableiteigenschaft für Hitze
  zu nutzen. Da bietet sich Alu geradezu an. Mit der verbesserten Wärmeableitung ( 3x höher als Stahl )
  wird auch damit der innere Hitzelevel gering gehalten. 
  Ein Aufstauen ist quasi Unmöglich in Verbindung mit der Öl Spülung