Diese Einstellhilfe unterstützt Sie, um den gewünschten Laufcharakter Ihres Motors einzustellen.
Zur besseren Übersichtlichkeit ist die Hilfe in Bereiche geteilt.

Zylinderabstimmung:
Jeder Zylinder ist mit bestimmten Kanälen angefertigt. Durch diese wird ein bestimmter Laufcharakter vorgegeben.
Den Laufcharakter kann man durch eigene Handgriffe verfeinern. Dazu genügt es meißt die Höhenlage des Zylinders 
minimal zu verändern. Hierdurch verschiebt sich auch die Steuerwinkel Paarung.
Ist eine Fußdichtung vorgesehen kann man diese weg lassen oder eine 2. hinzu fügen.
Durch weg lassen sitzt der Zylinder um ca. 0,3mm tiefer. Dafür muss Dichtmasse angebracht werden.
Durch das tiefer setzen tendiert der Laufcharakter dazu, mehr Durchzug bei höheren Drehzahlen zu entwickeln.
Verwendet man dagegen 2 Fußdichtungen sitzt der Zylinder höher. Damit wird mehr Durchzug in tieferen Drehzahlen erreicht.
Die Veränderungen haben auch Auswirkung auf die Verdichtung im Brennraum. Diese Wirkung ist jedoch minimal nebensächlich.
Die spürbar größere Wirkung wird durch die veränderte Höhenlage der Kanäle erreicht.
Ergänzend an dieser Stelle, Motorgehäuse sind nicht immer identisch. (Toleranzen)
So ist durchaus möglich das alleine hierdurch Zylinder in unterschiedlicher Höhenlage sitzen und damit anderer Fahrcharakter erzeugt wird. Der benannte Ausgleich per Fußdichtung kann hierfür Abhilfe schaffen.

Vergaserabstimmung:
Generell gilt, das jede Vergaserabstimmung ihre zugehörige Luftfiltereigenschaft benötigt. (Fläche und Durchlassfähigkeit)
Anderer Filter = andere Abstimmung und damit veränderte Laufeigenschaften des gesamten Motors. 
Nicht umsonst wird auf die Verwendung eines ganz bestimmten Luftfilters gedrängt.
Auch deshalb weil Vergaser ab hier eingestellt sind für den vorgegebenen Luftfilter.
Wer einen Luftfilter verwendet der nicht der Vorgabe entspricht sollte dann nicht dem Motor die Schuld geben.
Der 2. wichtige Punkt bei Vergasern sind die inneren Bauteile. Auch die gehören zum abgestimmten Konzept.
Auf keinen Fall sollte man irgendwelche Vergaser oder Bauteile einsetzen. Beispiel Nadeldüse 215. Wenn 215 drauf steht ist es eine die bekannt dafür ist, das die Gassannahme ungenau erfolgt. Es sollte keine 215 drauf stehen. 
Details auch zu anderen Bauteilen können hier erfragt werden.
Der 3. Punkt ist die Vergasergröße. Manche Zylinder können mit 16er, 19er oder 20er Vergaser betrieben werden.
Hierbei gilt, je größer der Vergaser, um so höher die Zylinderfüllung womit auch die Motorleistung steigt.
Als Nebenwirkung erzeugen größere Vergaser auch höhere Drehzahlen womit das Endtempo zudem steigt.
Generell gilt, der Vergaser sollte immer die engste Stelle im Einlassystem bilden.
Hat ein Zylinder nur einen 16 mm Einlass macht es keinen Sinn daran einen 20er Vergaser zu betreiben.
Achtung, mit verschiedenen Vergasergrößen ändert sich das Resonanzverhalten was damit gleichzeitig auf der Auslasseite eine Anpassung erfordert. In der Regel größerer Vergaser = kürzerer Auspuff. Gut wenn man die Krümmerlänge variieren kann.

Auspuffabstimmung:
Von hier werden meißt Zylinder und Motoren mit einer kleinen Auswahl zwischen 2 und 4 Auspufftypen angeboten.
Diese sind für die jeweiligen Motoren vorausgewählt und getestet. Je Auspufftyp arbeiten die Motoren mit jeweils unterschiedlichen Laufcharakter. In der Regel gilt, der etwas längere Auspufftyp erzeugt besseren Durchzug aus unteren Drehzahlen. Kürzere Auspufftypen meißt Durchzug in höheren Drehzahlen. Durch die Auspuffwahl kann man also bestimmen 
wie der gesamte Motor fahren wird. Speziell bei Auspufftypen in Serienoptik kann man zudem die Krümmerlänge variieren. 
Damit hat man ein weiteres Instrument um sich seinen Fahrcharakter einzustellen. Langer Krümmer bedeutet stärkeren Durchzug aus unteren Drehzahlen. Kurzer Krümmer erzeugt Durchzug in höheren Drehzahlen.
Andere Auspuffanlagen als die zum jeweiligen Motor vorgegebenen sollte man nicht nutzen.
Zum einen weil damit keine klare Abstimmung ersichtlich ist. Zum anderen läuft man Gefahr einen Motorschaden zu erzeugen.